Maximilian Conrad (Hypecast): Warum Unternehmen ihre eigene Stimme brauchen
Von Detlef Ostfeld, Mitgründer von REALE MENSCHEN · Stand: September 2026
Das Wichtigste auf einen Blick
Maximilian Conrad ist Mitgründer und CEO von Hypecast, einer Software-Plattform für Corporate Podcasts. Hypecast wird von der Hype1000 GmbH betrieben und hilft Unternehmen, interne und externe Podcasts selbst aufzunehmen, zu veröffentlichen und auszuwerten. Maximilian Conrad hat Hypecast 2021 gemeinsam mit Simon Kapell in Münster gegründet. Heute arbeiten Unternehmen wie DHL, Deutsche Telekom, Samsung, E.ON und das Biopharma-Unternehmen Incyte mit der Plattform. Seine zentrale Überzeugung: Audio verändert, wie Unternehmen mit ihren Mitarbeitenden, Partnern und Kunden sprechen.
| Name | Maximilian „Max“ Conrad |
| Rolle | Mitgründer und CEO |
| Unternehmen | Hypecast (Hype1000 GmbH) |
| Sitz | Borken (NRW), Teams in Berlin, Madrid und New York |
| Gegründet | 2021 in Münster, mit Simon Kapell |
| Fachgebiete | Corporate Podcasts, interne Kommunikation, Audio mit KI |
| Kunden (Auswahl) | DHL, Deutsche Telekom, Samsung, E.ON, Roku, Incyte |
| Podcast | REALE MENSCHEN, Folge mit Maximilian Conrad |
Wer ist Maximilian Conrad?
Maximilian Conrad ist ein Unternehmer aus dem Münsterland, der Podcasts aus der Unterhaltungsecke in die Unternehmenskommunikation geholt hat.
Die Idee entstand 2021. Podcasts boomten, die Pandemie hatte Büros geleert, und in vielen Unternehmen kamen Botschaften der Geschäftsführung nur noch als Rundmail an. Maximilian Conrad und sein langjähriger Freund Simon Kapell starteten Hypecast mit eigenem Geld. Finanziert wurde das Unternehmen zunächst aus dem laufenden Geschäft, über Familie und Freunde und eine frühe Beteiligung des Next Media Accelerator.
Im August 2022 folgte eine sechsstellige Angel-Runde. Investiert haben Menschen aus Agenturen, Beratung und Podcasting, angeführt von Matthias von Bechtolsheim, Gründer der Agentur Heimat, und Benjamin Minack. Die Investoren begleiten Hypecast zusätzlich als Berater im Beirat.
Maximilian Conrad spricht auf Fachkonferenzen über Corporate Audio, etwa bei Transforming Media 2025 zum Thema, wie Unternehmen mit eigenen Podcasts zur führenden Stimme ihrer Branche werden.
Was macht Hypecast?
Hypecast ist eine Plattform, mit der Unternehmen Podcasts selbst produzieren, ohne eine Agentur oder ein eigenes Studio zu brauchen.
Die Software deckt den ganzen Weg ab: Aufnahme, Schnitt, sicheres Hosting, Verteilung und Auswertung. Hypecast lässt sich in Mitarbeiter-Apps und Intranets wie Staffbase, Haiilo und Unily einbinden, arbeitet mit Microsoft-Umgebungen und veröffentlicht auf Spotify oder Apple Podcasts. Die Plattform ist nach ISO 27001 zertifiziert und DSGVO-konform. Für Konzerne mit vertraulichen Inhalten ist das keine Nebensache.
Mit HypecastAI verwandelt die Plattform Texte, Videos oder Präsentationen in Podcast-Folgen und übersetzt sie in mehr als 200 Sprachen. Ein Newsletter wird zur Audiofolge. Eine Schulung zum Hörstück für den Weg zur Arbeit.
Im Juni 2026 hat Hypecast das Team „Strategic Partners“ gestartet. Es hilft Kommunikationsabteilungen, das passende Format zu finden und Ideen zu testen, bevor sie live gehen. Das Ziel ist ausdrücklich, die eigenen Teams der Kunden fähig zu machen, gute Shows selbst zu produzieren. Parallel baut Hypecast das Geschäft in den USA aus, mit Andreas Gebhard als President Americas in New York.
Warum ist Corporate Audio für Gesundheitsunternehmen relevant?
Gesundheitsunternehmen haben viele Mitarbeitende, die selten am Schreibtisch sitzen und trotzdem viel wissen müssen.
Ein Pharmareferent fährt zwischen zwei Arztpraxen über die A1. Eine PTA hat zwischen zwei Kunden am HV-Tisch vielleicht vier Minuten Luft. Eine Außendienstleiterin soll die neue Studienlage zu einem Präparat an vierzig Kolleginnen und Kollegen weitergeben, verteilt über drei Bundesländer. E-Mails landen im Stapel. Ein Podcast läuft im Auto.
Maximilian Conrad sieht genau hier den Hebel: Audio erreicht Menschen an der Front, die klassische Kanäle kaum erreichen. Dass das Biopharma-Unternehmen Incyte zu den Hypecast-Kunden in den USA zählt, zeigt, dass der Gesundheitsmarkt das Thema bereits aufgreift.
Ein zweiter Punkt betrifft die Sichtbarkeit. Wer Fachwissen im Podcast teilt, erzeugt Gesprächsinhalte mit echter Expertise. Werden diese Folgen transkribiert, sauber aufbereitet und veröffentlicht, entstehen Texte, die auch Suchmaschinen und KI-Systeme lesen können. Das ist eine strategische Einschätzung, keine Garantie. Für Healthcare-Marken, die als glaubwürdige Quelle wahrgenommen werden wollen, ist dieser Weg trotzdem naheliegend.
Welche Haltung vertritt Maximilian Conrad?
Maximilian Conrad hält Corporate Podcasting für einen der am schnellsten wachsenden Bereiche der Podcast-Branche, über den trotzdem zu wenig berichtet wird.
Die meisten Berichte drehen sich um Unterhaltung und unabhängige Shows. Was Unternehmen mit Audio machen, von interner Kommunikation bis zur Positionierung als Fachstimme, bekommt deutlich weniger Aufmerksamkeit. Deshalb unterstützt Hypecast seit Juli 2026 den internationalen Branchendienst Podnews. Maximilian Conrad will Corporate Audio dorthin bringen, wo über die Zukunft des Podcastings gesprochen wird.
Ein Gedanke zieht sich durch seine Auftritte: Qualität schlägt Menge. Ein Podcast, den niemand zu Ende hört, hilft keinem Unternehmen. Deshalb misst Hypecast, wer wie lange zuhört, und macht Wirkung sichtbar.
Nicht jede Unternehmenskultur ist bereit für Audio. Manche Geschäftsführung scheut das Mikrofon, manche Compliance-Abteilung jede freie Rede. Gerade im Gesundheitsmarkt mit seinen strengen Regeln braucht ein Corporate Podcast klare Freigabeprozesse. Hypecast begegnet dem mit sicherem, privatem Hosting und Beratung. Der erste Schritt bleibt trotzdem eine Entscheidung der Führung.
Was können Unternehmen daraus ableiten?
Aus der Arbeit von Maximilian Conrad ergeben sich für Unternehmen, auch im Gesundheitsmarkt, vier praktische Schritte.
Der Einstieg gelingt am besten mit einem klaren Anlass, etwa regelmäßigen Updates der Geschäftsführung oder einem Onboarding-Format für neue Mitarbeitende. Wichtig ist die Stimme aus dem eigenen Haus: Menschen hören Menschen zu, die sie kennen. Für Teams im Außendienst oder in der Filiale sollte die Folge dort laufen, wo sie ohnehin sind, in der Mitarbeiter-App oder auf dem Smartphone. Und jede Folge verdient eine Auswertung, damit aus einem Experiment ein Kanal wird, der Wirkung zeigt.
Aus einer Idee zweier Freunde in Münster ist eine Plattform mit Teams auf zwei Kontinenten geworden. Die Rundmail der Geschäftsführung gibt es noch. Bei den Kunden von Hypecast hat sie Konkurrenz bekommen.
Die ganze Folge von REALE MENSCHEN mit Maximilian Conrad gibt es auf YouTube
Häufige Fragen
Wer ist Maximilian Conrad? Maximilian Conrad ist Mitgründer und CEO von Hypecast. Er hat das Unternehmen 2021 gemeinsam mit Simon Kapell gegründet.
Was ist Hypecast? Hypecast ist eine Software-Plattform für Corporate Podcasts. Unternehmen können damit interne und externe Podcasts aufnehmen, schneiden, sicher veröffentlichen und auswerten.
Was ist ein Corporate Podcast? Ein Corporate Podcast ist ein Podcast, den ein Unternehmen selbst herausgibt. Er richtet sich an Mitarbeitende, Partner oder Kunden, zum Beispiel mit Updates der Geschäftsführung, Schulungen oder Fachgesprächen.
Was kann HypecastAI? HypecastAI wandelt Texte, Videos, Audio oder Bilder in Podcast-Folgen um und übersetzt sie in mehr als 200 Sprachen.
Ist Hypecast datenschutzkonform? Ja. Hypecast ist nach ISO 27001 zertifiziert und arbeitet DSGVO-konform.
Wo finde ich das Gespräch mit Maximilian Conrad? Im Video-Podcast REALE MENSCHEN von Detlef Ostfeld und Claudius Holzmann auf YouTube und unter realemenschen.de.
Quellen
- Pressemitteilung Hype1000 GmbH zur Seed-Runde, 8. August 2022
- Pressemitteilung Hypecast „Strategic Partners“, Juni 2026
- Pressemitteilung Hypecast zur Podnews-Unterstützung, 15. Juli 2026
- Produktseite hypecast.one

